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Restposten

Date Added: October 26, 2009 05:10:36 PM
Author: admin
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Allgemeine Informationen über Restposten

Es ist traurig aber wahr: Die Anzahl insolventer Unternehmen nimmt Jahr für Jahr zu. Jedes Jahr stehen tausende von Unternehmen und Selbstständigen vor dem Problem, dass sie ihren Verbindlichkeiten nicht mehr nachkommen können, was zumeist die unmittelbare Eröffnung eines Insolvenzverfahrens zur Folge hat. Sollte die Insolvenz nicht abgewehrt werden können, so werden die Vermögenswerte versteigert oder verkauft, um die Forderungen der Gläubiger befriedigen zu können. Dieses Verfahren bezeichnet man auch als Konkursverkauf.

Gleichzeitig ist es so, dass des einen Pech des anderen Freud ist. Zunehmend mehr Unternehmen sowie Privatperson erkennen die Vorteile von Konkursverkäufen und treten an entsprechenden Auktionen und Verkäufen als Kaufinteressenten auf. Schließlich können sie auf diese Weise tolle Schnäppchen machen und gegenüber dem Kauf im klassischen Handel viel Geld sparen. Weil der Großteil an Vermögenswerten, die aus einer Konkursmasse stammen, ohne Garantieansprüche veräußerst werden, sind Preisvorteile von mehr als 50 Prozent keine Seltenheit.

 

Allerdings gestaltet sich die Teilnahme an Konkursverkäufen nicht immer einfach. Um als Käufer auftreten zu können, muss man zunächst einmal wissen, wo die Verkäufe stattfinden und vom wem sie durchgeführt werden. Des Weiteren kann es sein, dass von den Interessenten ganz bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen sind, um überhaupt am Verfahren teilnehmen zu dürfen. Es bedarf also einiges an Fachwissen und Informationen, um von Konkursverkäufen wirklich profitieren zu können.

 

Auf den folgenden Seiten wird das Thema Konkursverkauf ausführlich behandelt. Es werden alle wichtigen Punkte, angefangen von den Vorteilen für die Käufer, bis hin zu den einzelnen Formen von Auktionsverkäufen, aufgegriffen und ausführlich erläutert. Dabei wird vor allem auf die Möglichkeiten für private Verbraucher näher eingegangen, die sich für eine Teilnahme an Konkursverkäufen interessieren.

 

Im letzten Teil werden Online-Konkursverkäufe und Pfandhäuser näher vorgestellt. Denn auch diese beiden Themen gewinnen zunehmend an Bedeutung und bieten vor allem den privaten Verbrauchern erstklassige Gelegenheiten, günstige Schnäppchen zu machen.


Warum gibt es Konkursverkäufe?


Wenn ein Unternehmen oder ein Selbstständiger nicht mehr in der Lage ist, seinen Verbindlichkeiten nachzukommen, so spricht man von Zahlungsunfähigkeit. Im Falle der Insolvenz sind sowohl die Gläubiger als auch das Unternehmen selbst dazu berechtigt, den so genannten Antrag auf Insolvenz zu stellen. Anschließend wird in einem Verfahren überprüft, ob ein Insolvenzverfahren eingeleitet wird.

Im Rahmen der überprüfung wird ein Insolvenzverwalter bestellt, der vor allem die finanzielle Lage des Unternehmens genau unter die Lupe nimmt und anschließend entscheidet, ob noch die Möglichkeit besteht, eine Insolvenz abzuwenden oder ob ein Fortlaufen der weiteren Geschäftstätigkeiten nicht mehr rentabel und somit eine Geschäftsauflösung vorzunehmen ist. In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass die Aussichten für die meisten Unternehmen sehr schlecht sind und deshalb in den meisten Fällen die Geschäftsauflösung angestrebt wird. Gleichzeitig ist es so, dass die Anzahl deutscher Unternehmen, die Insolvenz anmelden müssen, von Jahre zu Jahr zunimmt. Betroffen sind vor allem kleine und mittelständische Unternehmen, die sich nicht schnell genug an veränderte Marktbegebenheiten anpassen konnten.

Sollte eine Insolvenz nicht mehr abzuwenden sein und deshalb die Geschäftsauflösung bevorstehen, so wird im Rahmen der Geschäftsauflösung eine zügige Liquidation der Vermögenswerte angestrebt. Diese Form von Liquidation bezeichnet man auch als Konkursverkauf.

 

Unter einem Konkursverkauf ist der Verkauf sämtlicher Vermögenswerte zu verstehen. Darunter fallen sowohl materielle als auch immaterielle Vermögenswerte. Der Anteil von immateriellen Vermögenswerten, wie zum Beispiel Patenten oder Lizenzen ist meistens nur sehr gering, den Großteil machen die materiellen Vermögenswerte aus, welche auch gern als Sach- und Anlagevermögen bezeichnet werden.

Der eigentliche Konkursverkauf kann auf ganz unterschiedliche Art und Weise erfolgen. Oftmals werden die Verfahren öffentlich ausgeschrieben, so dass jedem die Möglichkeit gegeben wird, am Verfahren teilzunehmen und Teile des Vermögens bzw. der so genannten Insolvenzmasse zu erwerben. Der Ablauf erfolgt üblicherweise in Form einer Auktion. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass möglichst viele Kaufinteressenten den Konkursverkauf aufsuchen. Des Weiteren zielen die Insolvenzverwalter mit dem Auktionsverfahren darauf ab, verhältnismäßig hohe bzw. aus kurzfristiger Sicht, die bestmöglichen Verkaufspreise zu erzielen.


Vorteile für die Käufer


Aus Käufersicht erfreuen sich Konkursverkäufe bereits seit einigen Jahren einer wachsenden Beliebtheit. Zunehmend mehr Unternehmen sowie auch Privatpersonen sind auf den Auktionen anzutreffen. Es sind vor allem Mitbewerber der insolventen Unternehmen, die auf den Auktionen und Verkäufen anzutreffen sind, um durch den Kauf günstiger Konkursmasse ihren eigenenWettbewerbsvorteil zu stärken. Des Weiteren sind auf den Auktionen auch immer wieder Selbstständige anzutreffen, die sich auf den späteren Weiterverkauf der Konkursmasse spezialisiert haben. Es folgt eine übersicht mit den größten Vorteilen, die Konkursverkäufe mit sich bringen.

Der größte Vorteil, den ein Konkursverkauf bzw. eine Konkursauktion, gegenüber dem Einkauf im regulären Handel oder Großhandel, mit sich bringt, ist die Tatsache, dass teilweise enorme Preisvorteile erzielt werden können. Man muss noch nicht einmal über viel Erfahrung mit Auktionen verfügen, um bei einem Konkursverkauf günstige Schnäppchen zu machen. Die meisten Auktionsteilnehmer geben keine besonders hohen Gebote ab, schließlich lohnt sich für sie die Teilnahme nur dann, wenn sie einen deutlichen Preisvorteil gegenüber dem Kauf im Handel erzielen. Je nach Branche und Qualität der Konkursware lassen sich Preisvorteile von mehr als 50 Prozent erzielen. Teilweise ist es sogar so, dass die Vermögenswerte des insolventen Unternehmens zu Bruchteilen dessen, was sie eigentlich wert sind, verkauft werden.

 

Der nächste große Vorteil von Konkursauktion besteht darin, dass die zur Versteigerung stehenden Produkte und Güter allesamt verfügbar sind und unmittelbar nach dem Erhalt des Zuschlags mitgenommen werden können. Besonders bei Produkten, die sonst lange Lieferzeiten haben oder die nur schwer am Markt verfügbar sind, ist dies von großem Vorteil. Im diesem Zusammenhang muss auch erwähnt werden, dass die Auktionsteilnehmer stets die Möglichkeit haben, alle zur Auktion stehenden Produkte und Güter vor dem Auktionsbeginn besichtigen zu können.

 

Abschließend noch ein paar Worte zu den Abnahmemengen. Gerade Privatpersonen sind oftmals der Meinung, dass sie an den Auktionen nicht teilnehmen können, weil nur große Warenmengen versteigert werden. Doch dies trifft längst nicht immer zu: In Abhängigkeit vom jeweiligen Produkt sowie vom verfügbaren Produktbestand werden oftmals auch kleine Mengen versteigert, so dass sich die Teilnahme an einer Konkursauktion durchaus lohnen kann.


Welche Produkte und Waren sind erhältlich?


Wenn Konkursverkäufe öffentlich angekündigt werden, dann wissen viele Menschen nicht, ob sie daran teilnehmen sollen oder nicht. Die Unentschlossenheit ist in vielen Fällen darauf zurückzuführen, dass sie nicht wissen, welche Produkte und Waren zum Verkauf stehen.

 

Dies geht jedoch allen Teilnehmern so. In den meisten Fällen kann nur sehr schwer vorhergesagt werden, über welche Produkte und Waren das insolvente Unternehmen noch verfügt, die im Rahmen der Konkursauktion versteigert werden können. Meistens lässt sich erst wenige Tage vor Auktionsbeginn in Erfahrung bringen, welche Produkte und Waren versteigert werden. Des Weiteren kommt es natürlich auch immer ganz darauf an, in welcher Branche das Unternehmen tätig war bzw. welcher geschäftlichen Tätigkeit es nachgegangen ist. Je nach Branchenzugehörigkeit kann es im Hinblick auf die Vielfalt der zu Verkauf stehenden Produkte große Unterschiede geben. Das Spektrum kann sehr groß sein und sich über die unterschiedlichsten Bereiche erstrecken.

Sollte zum Beispiel ein Industrieunternehmen oder ein mittelständisches Unternehmen aus dem produzierenden Gewerbe Insolvenz anmelden, so wird der Großteil an Produkten und Waren, die zum Verkauf stehen, für Privatpersonen relativ uninteressant sein. Auf Konkursverkäufen dieser Art sind meist nur die Mitbewerber des früheren Unternehmens anzutreffen, die sich günstig mit Rohstoffen und Werkzeugen eindecken wollen.

Auf der anderen Seite gibt es allerdings auch einige Güter, die auf Konkursverkäufen fast immer angeboten werden. Dazu zählen beispielsweise Produkte aus dem Bereich der Büroausstattung. Schließlich gibt es so gut wie kein Unternehmen, das ohne Büro- und Verwaltungsbereich auskommt. Zur typischen Büroausstattung zählen zum Beispiel Desktop-Computer, Laptops, Monitore, Drucker, Telefon und Telefonanlagen. Ebenso fallen natürlich auch Schreibtische und Bürostühle in diesen Bereich. Wenn man sich auf der Suche nach günstigen Computern, Zubehör oder sonstiger Büroeinrichtung befindet, kann der Besuch eines Konkursverkaufs sehr lohnend sein.

Abschließend noch ein kurzer Hinweis zum Zustand der Produkte und Waren. Weil diese aus einer Insolvenz stammen, können natürlich keine Garantieansprüche geltend gemacht werden. Folglich sollte vor dem Kauf der Zustand einzelner Waren und Gegenstände sehr genau geprüft werden. Von großem Vorteil ist es natürlich, wenn die angebotenen Produkte und Waren noch nicht genutzt wurden, weil sie beispielsweise für den Handel bestimmt waren.


Wer kann bei einem Konkursverkauf einkauen?


Das Interesse an Konkursverkäufen ist so groß wie nie zuvor. Es scheint sich allmählich herumgesprochen zu haben, dass man beim Kauf von Produkten und Waren, die aus Insolvenzen stammen, eine Menge Geld sparen kann. Allerdings sind sich längst nicht alle Interessenten darüber im Klaren, ob sie an einem Konkursverkauf überhaupt als Käufer auftreten dürfen. Viele Menschen sind der Meinung, dass nur Unternehmen an Konkursverkäufen als Käufer auftreten dürfen.

Leider ist an dieser Stelle anzumerken, dass dies in sehr vielen Fällen zutrifft. Wenn bei der Versteigerung von Vermögensgegenständen insolventer Unternehmen nicht explizit darauf hingewiesen wird, dass private Verbraucher am Verfahren als potentielle Käufer auftreten dürfen, so ist eine Teilnahme nicht zulässig. Aus diesem Grund müssen sich die Teilnehmer im Vorfeld anmelden und als Unternehmensvertreter ausweisen. Deshalb kommt es bisher nur verhältnismäßig selten vor, dass auch Privatpersonen auf Veranstaltungen dieser Art anzutreffen sind.

 

Bei den Unternehmen, die an einem Konkursverkauf teilnehmen und als Kaufinteressenten auftreten, handelt es sich in aller Regel um die Mitbewerber des insolventen Unternehmens. Gerade für sie stellt ein Konkursverkauf eine einmalige Gelegenheit dar, günstig an Rohstoffe, Werkzeuge oder andere Produkte und Waren zu gelangen. Aufgrund der großen Preisvorteile lassen es sich einige Unternehmensvertreter auch nicht nehmen, teilweise sehr weite Anfahrten in Kauf zu nehmen – die Verlockung auf erstklassige Schnäppchen ist einfach zu groß.

Inwiefern es sich dann lohnt, an einer Versteigerung teilzunehmen, hängt wiederum von anderen Faktoren ab. Wie auf der vorhergehenden Seite bereits erwähnt wurde, lassen sich entsprechende Aussagen nur sehr schwer treffen. Allerdings haben die Interessenten fast immer die Möglichkeit, sich im Vorfeld mit dem Insolvenzverwalter oder dem Auktionator in Verbindung zu setzen und sich somit über das Angebot der zum Verkauf stehenden Ware zu informieren. Von diesen Auskünften hängt meistens auch ab, wie viele Kaufinteressenten beim eigentlichen Konkursverkauf erscheinen – je interessanter das Angebot an Produkten und Waren ist, desto mehr Interessenten werden auch erscheinen.


Was ist beim Einkauf zu beachten?


Wie bereits erwähnt wurde, zeichnen sich Konkursverkäufe vor allem dadurch aus, dass sich äußerst attraktive Schnäppchen erzielen lassen. Allerdings geht man mit der Teilnahme auch gewisse Risiken ein. Damit man als Käufer keinen Schiffbruch erleidet und schlechte Erfahrung macht, gilt es über einige Punkte Bescheid zu wissen. Gerade wenn man zum ersten Mal an einem Konkursverkauf teilnehmen möchte, sollte man sich im Vorfeld ausführlich über die jeweiligen Kaufmodalitäten informieren, um später die richtigen Entscheidungen treffen zu können. Die einzelnen Punkte, welche im Rahmen des Einkaufs zu beachten sind, werden auf dieser Seite näher vorgestellt.

 

Da wäre zunächst einmal der so genannte Garantieausschluss. Wer an einem Konkursverkauf als Käufer auftritt, sollte sich darüber im Klaren sein, dass er später keine Garantieansprüche geltend machen kann – weder gegenüber dem insolventen Unternehmen noch gegenüber dem Insolvenzverwalter. Meistens auch nicht gegenüber dem Hersteller, da beim Zuschlagserhalt keine Dokumente ausgestellt werden, die über Garantieansprüche Auskunft geben. Letzten Endes können Garantieansprüche nur in ganz seltenen Fällen, wenn es um ganz bestimmte Produkte (wie zum Beispiel Produkte mit lebenslanger Garantie) geht, geltend gemacht werden.

 

Außerdem sollte man als Auktionsteilnehmer darüber Bescheid wissen, dass Käufe nach dem Motto „gekauft wie gesehen“ erfolgen. Bevor man ein Gebot abgibt, sollte man die Waren hinsichtlich ihres Zustandes und ihrer Funktionalität genau überprüft haben. Spätere Reklamationen sind üblicherweise ausgeschlossen.

Des Weiteren ist es empfehlenswert, sich zu während der Begutachtung der Produkte und Waren auch über die Abnahmemengen zu informieren. Da es um die Versteigerung eines gesamten Unternehmensinventars geht, bevorzugen es die Unternehmensverwalter, möglichst große Mengen unter den Hammer zu bekommen. Wenn man beispielsweise darauf abzielt, einen einzigen Schreibtisch zu ersteigern, so könnte sich das sehr schwierig gestalten. Im Normalfall wird der Auktionator versuchen, alle Schreibtische auf einmal zu versteigern. Erst wenn sich keine Käufer finden sollten, kommen auch einzelne Schreibtische unter den Hammer.

Einer der wichtigsten Punkte, der gerade von Neulingen missachtet wird, ist der, dass man rechtzeitig vor der Auktion eintreffen muss, um sich registrieren und legitimieren zu können. Denn ohne Registrierung ist es im Normalfall nicht möglich, Gebote abgeben zu können. Außerdem sollte man ausreichend viel Bargeld bei sich zu tragen, das für die Anzahlung benötigt wird.


Von wem werden Konkursverkäufe durchgeführt?


Wie auf den vorhergehenden Seiten bereits erwähnt wurde, werden Konkursverkäufe nur selten von den Insolvenzverwaltern selbst durchgeführt. üblicherweise werden spezialisierte Auktionsunternehmen mit der Versteigerung der Konkursmasse bzw. des Anlagevermögens beauftragt. Hierbei handelt es sich zumeist um regionale Auktionsunternehmen oder auch um Auktionatoren, welche auf die Versteigerung entsprechender Insolvenz-Vermögenswerte spezialisiert sind. Gerade wenn es um die Versteigerung von Industrieanlagen geht, werden erfahrene Auktionsexperten mit der Durchführung der Versteigerung beauftragt, um möglichst hohe Einnahmen zu erzielen.

 

Die Einschaltung der Auktionsexperten erfolgt in der Regel zu einem sehr frühen Zeitpunkt. üblicherweise übernehmen sie auch die Katalogisierung des Anlagevermögens und erstellen entsprechende Kataloge. Oftmals beschäftigen die Auktionsunternehmen sogar eigene Gutachter und Sachverständige, deren Aufgabe es ist, den Wert der Konkursmasse bzw. den voraussichtlichen Erlös möglichst genau zu beziffern. Somit können Insolvenzverwalter und Gläubiger bereits frühzeitig abschätzen, mit welchen Einnahmen zu rechnen ist.

Bei der Versteigerung bestimmter Konkursgüter gehen die Auktionatoren sogar soweit, dass sie gezielt potentielle Kunden zu ihren Auktionen einladen. Gerade im Industriebereich ist diese Vorgehensweise wichtig, da es in Abhängigkeit vom jeweiligen Anlagevermögen nicht immer sehr einfach ist, Kaufinteressenten zu finden. In den meisten Fällen sind die Auktionsteilnehmer dazu berechtigt, entsprechende Kataloge im Vorfeld anzufordern, um sich über das Auktionsangebot zu informieren. Die Auktionatoren bedienen sich dieser Mittel, um möglichst hohe Zuschlagspreise zu erzielen – was sowohl für die Gläubiger als auch für die Auktionatoren selbst sehr vorteilhaft ist: Ihre Bezahlung ist nämlich von der von der Höhe der erzielten Einnahmen abhängig.

übrigens werden die Vermögenswerte insolventer Unternehmen mindestens einmal im Rahmen einer Auktion angeboten. Ein klassischer Verkauf darf nicht im ersten Anlauf erfolgen. Mit dieser Vorgehensweise soll sichergestellt werden, dass die Vermögenswerte nicht zu preiswert verkauft werden und die Gläubiger das Nachsehen haben. Erst nachdem ein Vermögenswert nicht versteigert wurde, darf er auch auf direktem Wege auf dem Markt angeboten und verkauft werden.


Formen von Konkursverkäufen


Um auf einem Konkursverkauf als Käufer oder Bieter auftreten zu können, muss man logischerweise wissen, wo der Verkauf überhaupt stattfindet. Den Insolvenzverwaltern und Auktionatoren stehen nämlich mehrere Möglichkeiten offen, was die Wahl der Verkauforts betrifft.

In den meisten Fällen wird ein Konkursverkauf auf dem Gelände oder in den Räumlichkeiten des insolventen Unternehmens durchgeführt. Für diese Lösung entscheiden sich die Verantwortlichen insbesondere dann, wenn es um die Versteigerung oder den Verkauf von großen Anlagen oder Maschinen geht, die nicht ohne weiteres an einen anderen Ort transportiert werden können.

 

Allerdings muss das nicht immer so sein. In Abhängigkeit von den jeweiligen Rahmenbedingungen können Konkursverkäufe auch anderen Ortes stattfinden. Sollte es zum Beispiel um den Verkauf einer sehr überschaubaren Konkursmasse gehen, so können auch mehrere Konkursverkäufe zusammenverlegt werden, damit sich die Durchführung im Hinblick auf die Kosten überhaupt rechnet. In solchen Fällen werden die Auktionen oder Verkäufe sehr häufig in den Räumlichkeiten der Auktionatoren durchgeführt.

 

Außerdem müssen Konkurswaren nicht zwingend von Unternehmen stammen. So gibt es zum Beispiel viele Privatpersonen, die Pfandhäuser aufsuchen, um einen Teil ihrer Vermögenswerte zu beleihen. Wenn sie die beliehenen Vermögenswerte nicht mehr auslösen können, so werden diese ebenfalls wie Konkurswaren behandelt und öffentlich versteigert. Besonders diese Auktionen sind für private Verbraucher sehr interessant, da sie im Gegensatz zum klassischen Konkursverkauf auch auf einzelne Vermögenswerte bieten können. Außerdem können auch hier sehr interessante Schnäppchen gemacht werde.

Auf den folgenden drei Seiten werden alle Auktions- und Verkauforte nochmals näher vorgestellt.


Klassische Versteigerung vor Ort


Wie bereits erwähnt wurde, erfolgt die Durchführung von Konkursverkäufen in den meisten Fällen direkt vor Ort – also auf dem Gelände oder in den Räumlichkeiten des insolventen Unternehmens. Es gibt gleich mehrere Gründe, die für diese Verfahrensweise sprechen, die folgend kurz vorgestellt werden sollen.

Da wäre zum Beispiel die Tatsache, dass viele der potentiellen Käufer (bei denen es sich häufig um Mitbewerber des insolventen Unternehmens handelt) den Standort bzw. Ort der Durchführung bereits kennen. Somit ist schon einmal sichergestellt, dass die meisten Interessenten den Standort finden.

 

Der Hauptgrund, weshalb Konkursverkäufe in den Räumlichkeiten des insolventen Unternehmens veranstaltet werden, ist aber ein anderer. Die Verantwortlichen entscheiden sich für diese Lösung vor allem deshalb, wenn sich das Anlagevermögen bereits vor Ort befindet. Somit ist es nicht erforderlich, dass ein zeit- und kostenaufwendiger Transport erfolgen muss. Stattdessen können die Sachwerte direkt vor Ort versteigert werden, wo sie dann von Käufern abgeholt oder sofort mitgenommen werden können.

 

Gerade wenn es um die Versteigerung von Anlagevermögen geht, dass von Unternehmen aus dem produzierenden Gewerbe stammt, bleibt den Verantwortlichen fast gar keine andere Möglichkeit, als die Auktion direkt vor Ort durchzuführen. Denn schwere Industrieanlagen und Maschinen lassen sich nicht gerade einfach abbauen und an einen anderen Ort transportieren.

 

Anderen Ortes, wie zum Beispiel in den Räumlichkeiten der Auktionatoren, finden Konkursverkäufe nur dann statt, wenn die Vermögenswerte beim ersten Anlauf nicht versteigert wurden. Wie bereits erwähnt wurde, muss beim ersten Durchgang eine Auktion erfolgen, anschließend dürfen auch klassische Verkaufsgeschäfte durchgeführt werden. Weil meist keine Zeit bleibt, die Durchführung in den Räumlichkeiten des insolventen Unternehmens erneut durchzuführen, erfolgt eine vorübergehende Einlagerung bei den Auktionatoren.

Im Zusammenhang mit dem Auktionen, die direkt vor Ort durchgeführt werden, noch ein abschließender Tipp: Sofern die Auktionen auf den Betriebsgeländen großer Unternehmen stattfinden, sollte man sich zuvor ausführlich über den genauen Veranstaltungsort informieren. In manchen Städten und Regionen sind größere Unternehmen an mehreren Standorten vertreten, so dass sich die Suche sehr schwierig gestalten kann.


Verkauf von Konkurswaren über das Internet


Seit einigen Jahren ist der Trend zu erkennen, dass immer mehr Auktionsveranstalter dazu übergehen, Konkurswaren über das Internet zu verkaufen. Von dieser Möglichkeit machen sie vor allem dann Gebrauch, wenn die Auktionsmasse des Unternehmens schlichtweg zu klein ist, um einen Versteigerungstermin vor Ort anzusetzen. Des Weiteren wird auf diese Art und Weise sehr häufig verfahren, wenn es den Auktionatoren nicht gelungen ist, gleich beim ersten Anlauf einen Käufer zu finden. Häufig bleibt den Verantwortlichen keine Zeit mehr, eine zweite Auktion auf dem Gelände oder innerhalb den Räumlichkeiten des insolventen Unternehmens zu veranstalten, so dass Onlineauktionen eine der besten Möglichkeiten darstellen, die restliche Konkursmasse beim zweiten Anlauf zu liquidieren.

 

Die Onlineauktionen bzw. der Verlauf von Konkursverfahren über das Internet ist gerade für private Verbraucher sehr interessant. Denn während sie bei den vor Ort stattfindenden Auktionen oftmals nicht teilnehmen dürfen, verhält es sich bei den Onlineauktionen ganz anders. Oftmals entscheiden sich die Auktionatoren bewusst für diesen Weg, um private Verbraucher besser ansprechen zu können. Außerdem profitieren Privatpersonen auch davon, dass ihnen die Anfahrt zum Ort der Versteigerung erspart bleibt. Stattdessen können sie ganz bequem von zuhause aus mitsteigern.

 

Was die Durchführung der Onlineauktionen betrifft, so setzen die Auktionatoren auf zwei unterschiedliche Konzepte. Das erste Konzept sieht den Betrieb eigenständiger Auktionsplattformen vor, auf denen ausschließlich Konkurswaren angeboten werden. Der Vorteil dieser Plattformen besteht vor allem darin, dass sie entweder regional sehr bekannt sind oder dass sie auf die Versteigerung ganz bestimmter Produkte, wie zum Beispiel Maschinen, spezialisiert sind. Somit werden die Plattformen meist nur von ganz bestimmten Käufergruppen genutzt.

 

Das zweite Konzept sieht die Versteigerung der Konkurswaren über die großen, allseits bekannten Online-Auktionsplattformen vor. Dieses Konzept zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass es den privaten Verbrauchern sehr leicht gemacht wird, Konkurswaren zu ersteigern oder zu kaufen. Meist verfügen sie bereits über entsprechenden Nutzerkonten, so dass sie im Bedarfsfall unmittelbar mitsteigern können. Außerdem sind sie mit den Abläufen meist sehr gut vertraut, wodurch eine schnelle und sichere Abwicklung gewährleistet ist.


Pfandhäuser


Leider können nicht nur Unternehmen, sondern auch Privatpersonen in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Jedes Jahr sind mehr private Haushalte von dieser Problematik betroffen und sehen sich deshalb dazu gezwungen, den Gang in ein Pfandhaus anzutreten. Bei Geldproblemen stellen sie eine der besten Anlaufstellen dar, um kurzfristig Kapital zu beschaffen.


Anders, als zum Beispiel bei einer Bank, gestaltet sich die Kapitalaufnahme relativ einfach. Um Kapital bzw. Bargeld aufnehmen zu können, muss lediglich ein Vermögenswert hinterlegt werden, der vom Pfandhaus beliehen werden kann. Im Anschluss an die Auszahlung bleiben dem Eigentümer mehrere Monate an Zeit, um das Geld zurück zu zahlen und somit den beliehenen Vermögenswert wieder auszulösen.

Leider sind aber längst nicht alle Menschen in der Lage, ihre Vermögensgegenstände wieder auslösen zu können. Nach Ablauf der Frist leiten auch die Pfandhäuser entsprechende Auktionsverfahren ein. Auch diese bieten Schnäppchenjägern die Möglichkeit, die unterschiedlichsten Produkte und Waren zu besonders attraktiven Preisen zu ersteigern. Vor allem das Angebot an Vermögensgegenständen wie Schmuck und Uhren ist enorm groß.

Wie häufig entsprechende Auktionen stattfinden, hängt überwiegend von der Größe des jeweiligen Pfandhauses ab. Bei den bekannten und hoch frequentierten Häusern werden die Versteigerungen meist monatlich durchgeführt. Nur so befinden sich einige Pfandhäuser in der Lage, sich für sich vor überquellenden Lagerräumen zu schützen.

An den Auktionen der Pfandhäuser darf selbstverständlich jedermann teilnehmen, so lange er unbeschränkt geschäftsfähig ist. Auf den Auktionen kann man übrigens immer wieder erleben, wie einige Menschen darum bemüht sind, ihr eigenes bzw. einstiges Hab und Gut wieder zu ersteigern. Bei den anderen Teilnehmern handelt es sich größtenteils um Schnäppchenjäger sowie um gewerbliche Teilnehmer, die auf einen späteren Weiterverkauf aus sind.

übrigens muss man nicht zwingend in der Nähe eines Pfandhauses wohnen oder einen langen Anfahrtsweg in Kauf nehmen, um mitsteigern zu können. Zunehmend mehr Pfandhäuser setzen auf Onlineauktionen, um das Auktionsangebot einem möglichst großen Publikum zugänglich zu machen.

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